north↑wards SF → Prudhoe Bay

43. Rosswood

Bei Schönbächlers



Man kann sie durchaus als berühmt bezeichnen: Die Familie Schönbächler hat durch die SRF-Doku "Uf und Dervo" Kult-Status erlangt. In den letzten Tagen durfte ich Hermann & co. persönlich kennen lernen und verbrachte eine erlebnisreiche Zeit in Rosswood, BC - Hier ein Kurzabriss:

Die Schönbächlers sind sehr offen für (fremde) Besucher - sofern sie nicht nur kurz kommen um ein Foto zu machen, sondern einige Tage bleiben und vor Ort mithelfen. Egal ob auf Baustellen, beim Holzhacken oder als Babysitter, es gibt immer etwas zu tun. Ich habe in den letzten Tagen vor allem Zeit mit Hermann und Christian verbracht. Letzterer ist ein Forstunternehmer aus der Ostschweiz und ein Bekannter Hermanns. Zusammen haben wir an einer neue Scheune mit Betonfundament gearbeitet, welche Hermann in Zukunft für seine Sägerei-Arbeiten nutzen möchte.

Bei dieser Tätigkeit haben wir viel geschaufelt, Boden verdichtet, Stämme gesetzt, Bälken genagelt und schlussendlich das Dach gedeckt. An den Abenden haben wir dann meist irgendwelche Dinge unternommen:
Hermann ist ein passionierter Jäger und momentan würde er gerne einen von zwei Schwarzbären schiessen, die ihm jährlich zustehen. So verbrachten wir einige Zeit damit, per Pickup-Truck Orte mit viel (möglichst frischem) Bärenkot zu suchen und dort auf Pirsch zu gehen. Glück hatten wir schlussendlich keines. Zwar verirrte sich eines Morgens ein Bär direkt vor das Tor zum Haus, doch war er etwas klein und Hermann unsicher, ob es nicht ein Weibchen sei (er möchte nur männliche Tiere schiessen).

Auch beim Lachsfischen blieb uns das Glück verwehrt: Zwar wurde Schönbächlers bereits diesjähriger Lachs von einem Indianer geschenkt, doch bis nach Rosswood sind sie noch nicht vorgedrungen und so hatten wir keinen einzigen Biss, als wir an einem Abend an den nahegelegenen Fluss angeln gingen.
Dafür setzte es für mich eine unfreiwillige Schwimmeinlage ab und ich glaubte bereits, mein Handy ins Jenseits befördert zu haben. Doch dank einer aufwendingen Trocknungsaktion mit Druckluft bis in die innersten Printplatten des Telefons, konnte ich es wieder zum Funktionieren bringen.

Von Christine wurden wir immer hervorragend bekocht: Meist mit Gemüse und Früchten aus eigenem Garten und Lachs- / Bärenfleisch hatten wir jeden Tag ein grossartiges Menü auf dem Tisch.

Es gäbe noch vieles mehr zu erzählen vom Sändelen mit Alexandra, Richi & Natascha über einen Sonntags-Gottesdienst bis zu einer Quart-Töff-Ausfahrt, doch ich beschränke mich auf diese Zeilen und werde mich nun bald auch wieder meinem "Kern-Business" zuwenden - dem Radeln.

Eigentlich hätte ich hier ursprünglich nur rund 3 Tage verbringen wollen, geworden ists eine ganze Woche - Nochmals vielen Dank an die Familie Schönbächler!

Datum der Etappe: 15.06.2014