Alle Etappen der Tour – wähle auf der Karte oder in der Liste einen Bericht aus.
Blog-Einträge, die Manuel während der Tour 2014 verfasst hat.
Weitere Vortrags-Termine
28.01.2015
Nach einem gelungenen Vortrag in Schinznach-Dorf, stehen nun weitere Daten fest, an denen ich einen Reisebericht von meiner Fahrradtour präsentieren werde:
Öffentlicher Vortrag:
- So, 01. März 2015 16:00 - Turnhalle Scherz Organisiert von der Kulturgruppe Scherz,
Ausschreibung
- So, 08. März 2015 16:30 - Singsaal Oeschgen (bei Schule Breite in Schulgasse), Organisiert von der Kulturkommission Oeschgen,
Ausschreibung
Nicht öffentliche Vorträge:
- Di, 11. März 2015 Generalversammlung Landfrauen Schinznach-Dorf
- Mi, 08. April 2015 Monatsversammlung SAC Brugg,
Ausschreibung
Gerne halte ich Reisevorträge mit Fotos und Videoclips an Vereinsanlässen. Anfragen: manuel@m2you.ch
Vortrag am 20. September (Neu mit Trailer!)
31.07.2014
Bald bin ich nach beinahe 7 Monaten des Reisens zurück in der Schweiz und möchte für einen Vortragsabend einladen.
Nach einem kurzen Einblick in meine Zeit in Südostasien, wird sich alles ums Radeln drehen:
Es erwartet dich ein Vortrag mit Fotos und Videos über meine Tour von San Francisco zur Nordküste Alaskas. Von der Pazifikküste bis zur arktischen Tundra: Begegnungen, Wildnis, Strapazen und Einsamkeit. Ein persönlicher Einblick in ein grosses Projekt mit vielen Hochs und Tiefs.
Wann? 20.September 19:00 - ca.20:30 / Eintritt frei
Wo? Chrischona Schinznach-Dorf, Degerfeldstr.13, 5107 Schinznach-Dorf
Es wird keine Verpflegung angeboten.
Die Vorträge sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Gerne dürft ihr Freunde und Bekannte einladen.
Zu gegebener Zeit werde ich einen kurzen Trailer veröffentlichen.
Anreise&Parkieren
Der Abend findet statt in der Räumlichkeiten der Chrischona Schinznach-Dorf, wo ich Jungschar leite. Veloständer gibt es direkt vor dem Eingang. Falls jemand mit dem Auto kommt, gibt es eine beschränkte Anzahl Parkplätze direkt vor dem Gebäude und ansonsten unbeschränkt viele Parkplätze im Gartencenter Zulauf auf gegenüberliegender Strassenseite (ca. 300m Fussweg).
Zum 5000. Kilometer: Die Manuelschen Moskito-Regeln
04.07.2014
Die Stechmücken sind einer der Hauptgründe, die Leute davon abhalten, in den Norden zu reisen. So ist es dann auch durchaus unterhaltsam gewisse Touristen zu beobachten, wie sie auf Raststätten von ihren überdimensionalen Wohnmobilen zu den Toiletten-Häuschen rennen, damit sie nicht gestochen werden und sich in Chemikalien duschen, um
sich zu vergiften sich vor Moskitos zu schützen.
Wie auch immer - als Radler bin ich diesen Biestern für Wochen und Monate praktisch ununterbrochen ausgesetzt und möchte nun gerne meine Geheimtipps weitergeben:
Die Manuelschen Mosikto-Regeln
- Bezeichne Moskitos nur noch als "meine Freundinnen" (bekanntlich und wenig überraschend sind es ja nur die Weibchen, die Blut saugen). Dies hilft dabei, Aggressionen gegenüber diesen biologisch hochinteressanten Tieren abzubauen. Sei froh, dass sich so viele Tierchen derart fürsorglich um dich kümmern - sie haben dich alle zu fressen gern!
- Lache über alle Stiche: Die Moskitos sind sowieso noch Anfänger im Norden - sie haben noch nicht einmal das Malaria- oder Dengue-Upgrade erhalten.
- Freue dich über jeden Moskito, der in deinen Kochtopf reinfliegt, auf deinem Essensteller stecken bleibt oder während dem tafeln direkt in deinen Mund fliegt: Einerseits wird dich diese Mücke nicht mehr stechen und andererseits ist es sowieso schwierig genügend Proteine zu sich zu nehmen in der Wildnis.
- Etwas Übung braucht das Betreten des Zeltes. Ziel ist es natürlich, möglichst alle Freundinnen draussen zu lassen. In einer langfristigen empirischen Datenerfassung hat sich eine Art Kopfsprung als effizienteste Methode erwiesen. Übrigens sollte auch beim Verlassen des Zeltes versucht werden, möglichst viele Moskitos draussen zu halten. Alle Tiere, die dann ins Zelt eindringen, werden während dem Abbauen an die Zeltwände tapeziert.
- Kopfnetz: Zuerst hatte ich es mir ziemlich unpraktisch vorgestellt, ein Kopfnetz vor dem Gesicht zu haben. Nun stellte sich heraus, dass meine Brille hier draussen sowieso derart dreckig ist, dass das Netz die Sicht nicht mehr signifikant einschränkt. Das Kopfnetz ist seither in regelmässigem Gebrauch. Bitte vor dem Essen ausziehen - macht vieles einfacher.
- Moskito-Spray
- Mehr Moskito-Spray
- Hurra: Moskito-Spray in den Augen, im Mund und Nase.
Die Stechmücken haben übrigens durchaus positive Auswirkungen: Sie halten einen davon ab, unnötige Stopps einzulegen und verhindern, dass man in Anstiegen zu langsam fährt: Sie können dir nämlich nur bis ca. 12km/h folgen.
Zum 4000. Kilometer: Mein Wäsche- und Hygiene-"System"
25.06.2014
Als ich mit der Tour startete, wechselte ich jeden Tag meine Kleider und packte die "Dreck-Wäsche" in einen Plastik-Sack - so wie ich es zuvor in Asien schon getan hatte. Dort hatte ich die Wäsche dann jeweils für 50 oder 75 Rappen pro Kilo in die Wäscherei gegeben. Doch wie geht das eigentlich hier? Die Amerikaner haben doch überall diese Wäsch-Salons?
"Überall" relativiert sich ziemlich schnell, wenn man mit dem Velo von Dorf zu Dorf fährt - dort gibt es sie nämlich nicht. So war eine meiner ersten Fragen, als ich 3 Tage nach SF einen Radler traf, wie er das mit der Wäsche denn so mache?
Er schmunzelte über die Anfänger-Frage und erklärte mir, dass er halt einfach ab und zu mit den Kleidern unter die Dusche stehe! Stinken würden wir [Tourenradler] sowieso, es sollte einfach nicht zu unhygienisch werden, sagte er mir damals.
Irgendwie war das nicht befriedigend für mich: Zwar bin ich der Meinung, dass man bei Outdoor-Projekten durchaus schlecht riechen darf. Einige Tage "im Dreck" zu leben geht auch ganz gut, aber auf die Dauer schlägt das definitiv aufs Wohlbefinden.
Als in Kalifornien dann nur noch wenige saubere Kleider übrig waren, kramte ich mein Handwasch-Mittel hervor und wusch alle meine Dreck-Kleider. 2h später begann es zu regnen und es sollte in den nächsten 48h nicht mehr aufhören. Als ich nun das letzte trockene Paar Socken anzog, wusste ich, dass dies wohl auch nicht die Lösung war - ich muss mein "Kleider-Nassmach-Risiko" verteilen.
Nun zum System wie ich es seither pflege: Ich habe zwei Kleider-Kategorien, die Radler-Kleider und die Nicht-Radler-Kleider. Die Radler-Kleider werden durch den Tag verschwitzt und am Abend wetterunabhängig ausgewaschen - Anfangs in Lavabos, heute eher in Seen und Flüssen. Dann ziehe ich meine Nicht-Radler-Kleider an, versuche mich zuvor aber um jeden Preis selbst zu waschen. So stand ich schon in manchem abgelegenen Seelein, kippte bei 15C Lufttemperatur Schmelzwasser über mich runter, das 4C "warm" war und schrie dabei, weil es so schockierend kalt war. Danach ziehe ich jeweils so ziemlich alle Kleider an, die ich habe, um sicherzustellen, dass ich nicht krank werde.
Die gewaschenen Radler-Kleider befestige ich aussen an meinen Taschen und so trocknen sie spätestens am nächsten Tag selbst bei schlechtem Wetter ziemlich gut. Meine Nicht-Radler-Kleider wasche ich nur bei stabilem Warmwetter - ich kann es nicht riskieren bei diesen kalten Nächten auf meine Trainerhosen beim Schlafen zu verzichten.
Mit diesem System hatte ich bisher nie mehr Probleme - Wohlbefinden und Hygiene sind sichergestellt. So fallen auch keine grossen Wäsche-Mengen mehr an - ich wasche einfach jeden Tag einen Satz Unterwäsche, T-Shirt und teilweise Radler-Hosen & Handschuhe.
Zum 3000. Kilometer: Nordamerika, der Kontinent der Velo-Hasser?!
Vor meiner Tour hatten mich mehrere Leute vor dem amerikanischen Verkehr gewarnt: Die Autos seien übergross, Velofahrer unüblich und wohl ziemlich unbeliebt. Nachdem ich als Tourenradler auf italienischen Strassen oftmals sehr schlecht behandelt wurde, rechnete ich für Nordamerika mit dem Schlimmsten.
Hier angekommen sah dann alles etwas anders aus: San Francisco ist eine Velo-Stadt schlechthin und Radwege ziehen sich gut signalisiert durch die ganze Stadt. Vor allem zu Stosszeiten ist man dabei deutlich schneller als viele Autos, da man schlicht an allen Kolonnen vorbeiziehen kann. Auch die ganze Route entlang der Pazifikküste ist geradezu für Radler hergerichtet: Praktisch immer ist ein Radweg oder ein sehr breiter Seitenstreifen auf der Strasse vorhanden. Dort wo dies nicht der Fall ist, werden Autofahrer mit Tafeln darauf hingewiesen, doch bitte auf Radfahrer zu achten.
Diese verhalten sich dann auch meist äusserst tolerant, überholen weiträumig und winken einem oftmals gar freundlich zu. An vielen Kreuzungen mit Stopps aus allen Richtungen warten alle Fahrzeuge, damit man als Radler einfach durchfahren kann (anhalten bei Stopp-Signalen ist für Radler hier sehr unüblich).
Auf den letzten 3000km wurde ich 4 Mal angehupt und einmal wurde mir ein unschönes Handzeichen gemacht. Dem gegenüber stehen unzählige Leute, die mich angelächelt haben, mir zugewunken haben oder gar auf gleicher Höhe mit mir gefahren sind und durchs Fenster ein wenig Smalltalk betrieben haben.
Auch in Kanada siehts nicht anders aus: Hier sind die Seitenstreifen meist noch breiter und Velos auf Fähren meist praktisch gratis. Apropos Fähren: Als Radler darf man immer zuerst losfahren und während alle Autos hinter einem warten müssen und erst reichlich später runter dürfen.
Am eindrücklichsten fand ich aber den Fakt, dass bei schmalen Brücken und Tunnels oftmals Leuchtsignale vorhanden waren, die man als Radler per Knopfdruck aktivieren konnte, wodurch das Geschwindigkeitslimit auf 45km/h reduziert wurde (in beide Richtungen) und Autofahrer vor Radfahrern auf der Strecke gewarnt wurden. Sowas habe ich in Europa noch nie gesehen...
Natürlich gibts auch Schwierigkeiten: Oftmals enden Radwege sehr unvermittelt und man steht mitten auf einer stark befahrenen Strasse. Das überqueren von 4 Spuren, um irgendwo links abzubiegen ist von Natur aus schwierig und bei Kreuzungen achten Autofahrer oftmals nicht auf allfällige Radfahrer wenn sie rechts abbiegen. Zudem überholen Fahrzeuge mit Anhänger wiederholt so, dass zwar das Zugfahrzeug genügen Abstand hat, der Anhänger aber sehr knapp am linken Ende des Velolenkers vorbeizischt. Letztere Probleme sind mir nur zu gut auch aus der Schweiz bekannt.
In diesem Sinne ein Hoch auf dem Velo-Kontinent Nordamerika, in dem nicht nur die Autos grosszügiger gebaut sind, sondern auch die Strassen.
Zum 2000. Kilometer: Wie funktioniert eigentlich diese Homepage?
25.05.2014
Die 2000km Marke habe ich nun bereits vor 2 Tagen geknackt und damit ist es wieder Zeit für einen Bonus-Blogeintrag. Immer wieder wurde ich in den vergangenen Tagen mit Fragen zu meiner Homepage "belagert", die ich hier gerne beantworte und dabei versuche das Thema so "untechnisch" wie möglich aufzurollen ;-)
Wie kommen die täglichen Berichte auf die Homepage?
Grundsätzlich ist meine Homepage ziemlich "selbstständig". Sie ist in der Lage, selbst Berichte mit Karten zu erstellen und die passenden Bilder zu hinterlegen. Alles was ich tue, ist täglich eine Art Gästebucheintrag ausfüllen. Nebst den normalen Textfeldern gibt es Felder für die Tagesdistanz, Geschwindigkeit usw. Zusätzlich gebe ich dort meine aktuellen Koordinaten ein, worauf die Homepage selbständig die Karte ergänzt. Allerdings wird dabei eine von Google Maps vorgeschlagene Route zwischen den einzelnen Übernachtungsorten gewählt, die z.T. recht stark von der tatsächlich gefahrenen Route abweicht.
Wie kriegst du Internet?
Eigentlich gibt es nur 2 Orte, wo ich genügend schnelles Internet bekomme, um Bilder hoch zu laden: McDonalds und Bibliotheken. Normalerweise fahre ich einfach am Morgen los und stoppe beim ersten solchen Ort und lade den Bericht des Vortages hoch. Diesen schreibe ich jeweils am Vorabend im Zelt oder auf dem Campground. Ihr lest also immer etwas verspätet - meist habe ich bereits den nächsten Tag hinter mir.
Wieviel Zeit kostet dich diese Homepage?
Das verfassen der Berichte kostet mich rund 30min. Dazu gehört eine deutsche und eine (meist ziemlich bescheidene) englische Version plus das Auswählen der Bilder für die Tages-Galerie. Das Einfüllen ins Formular und Hochladen geht dann je nach Verbindung weitere 10-30min. Mit allen Mails, Whatsapp-Nachrichten und Gästebucheinträgen die ich (möglichst alle) beantworte, kostet mich die Homepage täglich über 60min.
Trotzdem sind meine Mittel bescheiden: z.B. habe ich keine Rechtschreibe-Überprüfung und lese die Texte oftmals nicht einmal ein zweites Mal durch. Für holprige Formulierungen und Schreibfehler möchte ich mich daher entschuldigen...
Was für eine Kamera hast du? Wie funktioniert das mit den Bildern?
Ich fotografiere mit einer lichtstarken Canon Powershot G15. Dies ist eine der besten Kompakt-Kameras, die momentan erhältlich ist und bietet alle manuellen Einstellungsmöglichkeiten. Bis auf einen relativ bescheidenen Zoom bin ich vollumfänglich zufrieden damit.
Die Bilder sind alle unbearbeitet - in bestimmten Fällen habe ich aber mit aktivierter Farbverstärkung fotografiert, was meist auch auffällt.
Die Bilder lade ich immer in voller Auflösung auf den Server und dieser komprimiert sie dann soweit, dass das Abrufen der Homepage in nützlicher Frist von Statten geht.
Wird es bis Touren-Ende genau so weitergehen?
Nein. Sobald ich nun mehr in die Wildnis raus kommen werde, habe ich nicht mehr derart regelmässig eine stabile Internetverbindung. Zwar wird es noch immer tägliche Berichte mit Bildern geben, allerdings werde ich wohl nicht mehr in der Lage sein, diese jeden Tag hoch zu laden - Wie regelmässig es funktionieren wird, kann ich aber auch noch nicht sagen.
Wieviele Leute besuchen eigentlich diese Homepage?
Seit meinem Tourenstart haben rund 800 verschiedene Personen meine Website besucht. Davon sind mehr als die Hälfte regelmässig zurückgekommen und haben insgesamt schon über 9.500 Seitenaufrufe generiert! Etwa 80% sind deutschsprachig, 15% entfallen auf Englisch. Natürlich bin ich sehr erfreut über das rege Interesse, das für meine Tour zu bestehen scheint.
Etwa 40% der Nutzer rufen diese Homepage mit ihrem Handy auf. Ich möchte an dieser Stelle anmerken, dass dies zwar funktioniert, die Seite aber sehr unübersichtlich und überhaupt nicht optimiert ist für mobile Nutzer. Ich empfehle daher die Verwendung von Tablets oder Computern.
Warum unterhältst du überhaupt diese Homepage?
Am wichtigsten ist diese Homepage sicherlich für mich selbst. Ich bin bei diesem Projekt über 3 Monate alleine unterwegs und die Homepage hilft mir, einerseits jeweils über das geleistete nochmals nachzudenken, andererseits aber auch immer dran zu bleiben und zu wissen, dass es irgendwo auf diesem Erdball Leute gibt, die an mich denken und wissen, wo ich im Moment in etwa in die Pedalen trete...
Bei weiteren Fragen könnt ihr euch sehr gerne an mich wenden (z.B. im Gästebuch) - ich freue mich über jeden Kontakt mit Leuten, die mein Projekt verfolgen!
Zum 1000. Kilometer: Die kulinarische Herausforderung
16.05.2014
Heute zählte mein Radcomputer die 450'000. Radumdrehung, was gleichbedeutend mit dem 1000. Kilometer dieser Tour war. In den vergangenen Tagen habe ich dabei über 10'000hm gefressen - Zeit mal einen Blick auf meine Ernährung zu werfen:
Wer mich kennt, der weiss, dass ich viel esse. Doch was ich auf dieser Tour an Kalorien vernichte, das erreicht noch einmal ganz neue Werte. Hier habe ich einen typischen Tag für euch aufgelistet:
Morgenessen
- 200g Müesli = halber Pack (600kcal)
- mit 7dl Milch (350kcal)
Mittagessen
- 250g Teigwaren od. Reis (800kcal)
- 200g Fleisch (280kcal)
- 200g Tomaten-Sauce (60kcal)
Nachmittag / Zwischendurch
- 1-3 Riegel, z.B. Snickers (500kcal)
- Protein Shake mit 3dl Milch (250kcal)
- (ziemlich viel) Gebäck / Chips / Glace (1000kcal)
Nachtessen
- 250g Teigwaren od. Reis (800kcal)
- 200g Fleisch (280kcal)
- 200g Tomaten-Sauce (60kcal)
Das ist eine grobe Auflistung. Nicht eingerechnet sind z.B. McDonalds-Besuche. Trotzdem komme ich schon auf 5000kcal - das entspricht dem Verbrauch von 2.5 "Normal-Menschen". Nicht sagen kann ich, ob ich in diesen ersten Tagen Gewicht zugelegt oder verloren habe, da schlicht keine Waagen zur Verfügung stehen. Ein Trost bleibt mir: Ich habe mal gelesen, dass Schwimm-Ikone Michael Phelps zu seinen besten Tagen 8'000-10'000 Kalorien pro Tag zu sich genommen hat - von dem bin ich noch ein ganzes Stück entfernt ;-)
Es ist soweit: Ich bin in SF angekommen
01.05.2014
Nach rund 21h Reise bin ich heute in San Francisco gelandet und zu meiner Erleichterung hat auch das Fahrrad die Reise unbeschadet überstanden. Obwohl ich in 48h nur ca. 5h geschlafen hatte, entschied ich mich, direkt am Flughafen mein Rad wieder zusammen zu bauen und direkt in die Stadt zu pedalen.
Der Flughafen hat 3 offizielle Bike-Assembling Areas mit Veloweg-Anschluss, die dieses Unterfangen ziemlich angenehm machen - sollte man meinen. Allerdings wird schnell klar, dass in den USA so mancher Veloweg einfach irgendwo aufhört und man selber weiterschauen muss und mehrspurige Kreuzungen für ein Schweizer "Dorf-Kind" durchaus noch etwas gewöhnungsbedürftig sind...
Glücklicherweise traf ich aber auf der Strasse Joshua Churchill, ein angefressener Rennrad-Fahrer, der mich kurzerhand auf meinem Weg begleitete und so fand ich ohne grosse Umwege nach SF Downtown - immerhin 23km vom Flughafen entfernt.
Hier wohne ich bei 2 Programmierern, die für Google arbeiten und mit denen ich über warmshowers.org Kontakt hergestellt habe. In den nächsten 3 Tagen werde ich nun noch fehlendes Equipment besorgen und die Stadt anschauen, bevor es dann definitiv nordwärts geht!
Hier gibts noch ein Zeitraffervideo davon, wie man ein 66cm-Rahmen-Tourenvelo so zusammenstaucht, dass es Flugzeug-kompatibel wird und unterhalb noch einige Bilder von der Reise.
Der Countdown läuft!
28.03.2014
Momentan liegen zwar noch 12'000km zwischen mir und San Francisco, doch es ist nur noch etwas mehr als ein Monat, bis ich dort zur grossen Tour aufbreche. Vorerst geniesse ich aber noch meine letzten 3 Wochen hier in Südostasien, namentlich in Vietnam. Danach werde ich am 21. April nach Hause fliegen, dort alles umpacken und das Velo verpacken, um dann am 1. Mai nach San Francisco zu fliegen. In der Endabrechnung sind dies übrigens dann 4 Flüge und insgesamt 19'000km um ziemlich genau 2/3 unseres Erdballes, die ich in 10 Tagen zurücklege.
Für Leute, die sich dafür interessieren, was ich in Südostasien so angestellt habe, gibts hier eine Liste mit Links zu einigen Trekking-Tourenberichten, die ich auf Hikr.org veröffentlicht habe: