14. Searose Beach - Sandlake
Der Tag der Superlativen
Zuerst besten Dank für alle Tipps für meine Wade, die mich auf allen möglichen Wegen erreichten. Ich versuchte möglichst viel umzusetzen und verwendete Durchblutungs-Fördernde Sportcrème. Spurenelemente sind schon ziemlich gut in meinem Proteinshake und den Sportriegeln enthalten (Magnesium, Phosphor, Calcium etc.) ich werde da aber noch etwas weiteres zukaufen. Ich spüre sie im übrigen noch immer ein wenig, aber es nimmt ganz klar ab (und das trotz den heutigen Leistungsdaten).
Möglicherweise ist auch eine leichte Fehlpositionierung der Klickplatten auf meinen Schuhen für die Verletzung verantwortlich.
Auf dem gestrigen Camping lernte ich einen nordwärts fahrenden 18-jährigen jungen Mann aus Chicago kennen, mit dem ich sehr viele Ansichten bezüglich Tourenradeln teile und so fuhren wir heute zusammen los - bereits um 7:30 gings auf die Strasse, denn wir wussten, dass heute ein langer Tag würde. Mangels State Parks hatten wir uns nicht weniger als 105 Meilen als Ziel gesteckt.
Wir hamonierten sehr gut und fuhren abwechslungsweise im Windschatten, so dass wir die ersten 70km am Stück abspulten. Auf einem McDonalds-Parkplatz traf ich daraufhin eine wirklich crazy Familienmutter, die mit ihren 3 Austauschschülern (einer davon aus Graubünden) auf einem Ausflug war. Sie bestand darauf, mir 15$ für meine Reise zu schenken, damit ich sie als eine der nettesten Bekanntschaften in Erinnerung behalten würde - so macht man das also hier in den USA...
Überhaupt werde ich hier immer und überall angesprochen, was teilweise durchaus etwas zeitfressend werden kann. Unterdessen sind die Leute auch schon ziemlich beeindruckt, wenn ich sage, dass ich bereits von San Francisco hierher gefahren bin.
Nach dem McDonalds-Stopp (und nein, ich werden nicht von denen bezahlt für die ständige Schleich-Werbung) gings einfach immer weiter und weiter und weiter. Tolle Landschaften zogen an uns vorbei - Ausblicke, die ich in den ewigen Wäldern von Kanada und Alaska dann bestimmt etwas vermissen werde.
Das abschliessende unglaubliche Erlebnis war dann, dass ich heute bereits zum zweiten Mal auf dieser Tour in ein grosses Volks-Radrennen (2500 Teilnehmer) hineingefahren bin. Es war schon lustig, mit einem 50kg-Velo schnittige Karbon-Rennräder zu überholen und dabei erst noch zu wissen, das man bereits mehr Kilometer in den Beinen hat. Allerdings waren auch nur noch die langsämeren Fahrer auf der Strecke, die sich teilweise kaum mehr auf ihren Rädern halten konnten. Von den Zuschauern, die meinten wir seien Teil des Rennens, wurden wir auf unseren unübersehbaren Lastzügen frenetisch angefeuert. Nachdem sich ein Stuart beinahe vor mein Fahrrad warf, weil er meinte, ich würde die Ziellinie verpassen, gings noch einige Kilometer weiter über den letzten Hügel und dann wars geschafft. Noch nie war ich in meinem Leben länger Velo gefahren an einem einzigen Tag!
Übersichtskarte
Datum der Etappe: 17.05.2014










