4. Gualala - Little River
Den Verhältnissen anpassen
Anfangen muss ich heute bei der Übernachtung: Am späten Abend hatte sich nämlich noch ein zweiter Radfahrer zu mir gesellt, nach Süden fahrend ist dieser mit einem fixed gear (1-Gänger) und unglaublichen Gepäcksmengen unterwegs! Seine unmengen an Grümpel schleppt er in verschiedensten Taschen, u.a. eine vom Schweizer Militär, die er alle auf seinen hinteren Gepäcksträger geschnürt hat.
Gekauft hatte er sein Fahrrad von einem Obdachlosen in Vancouver für 40$ und war von dort aufgebrochen, um LA zu erreichen. Allerdings musste er mir eingestehen, dass er bei den grossen Bergen zum Teil geweint habe, weil es derart schlecht ging.
Durch dieses Erlebnis aufgemuntert machte ich mich am heute wieder früh auf die Socken - Mein Wecker klingelte bereits um 6:00!
Heute war dann landschaftlich wieder ein spektakulärer Tag: auf Klippen hoch über den Ozean schlängelte sich Kaliforniens Highway 1 der Küste entlang. Heute gelang das Morgen-Wind-Ausweichmanöver aber nur beschränkt: Bereits in der Früh blies er mir wieder ins Gesicht, allerdings nicht mehr nur von Norden, sondern verstärkt auch mit einer westlichen Komponente.
Gegen Nachmittag wurde er wiederum stärker, wenn auch niemals so stark wie am Vortag. Anders war meine Einstellung: Anstatt hart zu kämpfen, versuchte ich es gelassener zu nehmen, dafür mehr Zeit im Sattel, als am Strassenrand sitzend zu verbringen. Die Taktik ging auf und ich legte wiederum über 80km einfacher zurück als an den Vortagen. Grosse 110 oder 120km-Etappen muss ich wohl vorerst aber noch für später aufschieben ;-)
Morgen werde ich eine kürzere Erholungs-Etappe einschalten, bevor es dann das erste Mal richtig in die Berge und zu den höchsten Bäumen der Welt geht...
Übersichtskarte
Datum der Etappe: 07.05.2014








