53. Alaska hwy II
K(r)ämpfe im Wind
Heute morgen ging ich noch den Wasserfall anschauen, der in der Nähe meines Biwakplatzes lag. Bereits zuvor wurde ich von einem holländischen Paar gewarnt, dass er nicht sonderlich spektakulär sei und wenn Holländer das sagen, wird es wohl für den Schweizer noch viel unspektakulärer sein. So war es dann auch: Was ich sah, würde ich eher als Stromschnelle bezeichnen - beeindruckend waren einzig die massiven Holzstege und der eigens angelegte Parkplatz für diese Sehenswürdigkeit ;-)
Auf dem Alaska Highway trifft man wieder vermehrt Radler an und mit meiner 6000km-Tour gehöre ich da höchstens noch zum oberen Mittelfeld. Der Herr, den ich heute morgen traf, lässt uns anderen Tourer aber alle wie Kindergärtner aussehen: Er macht die Panamericana (also rund 21000km von Alaska bis an die Südspitze von Südamerika) in voraussichtlich rund einem Jahr, während die meisten Radler dafür 2 Jahre brauchen - Doch der Clou kommt erst noch: Dieser Mann hat kein Fahrrad, er joggt!!!! Min. 60km pro Tag und das jeweils 20 Tage am Stück. Einfach nur unglaublich. Er ist ebenfalls in Prudhoe Bay gestartet und ist den Dalton Highway bei Eis und Schnee gejoggt, nun wird er ziemlich genau meiner Route folgen, nur dass er selbstverständlich nicht die Fähre nimmt, sondern alles "ehrlich" zurücklegt. Trotz dieser krassen Leistung hat er übrigens bis heute keinen einzigen Sponsor gefunden - nicht einmal der Schuh-Hersteller unterstützt ihn mit Gratis-Schuhe (er benötigt rund 1 Paar / 800km)
Seine Facebook-Seite findest du übrigens hier
Für mich gings heute einen weiteren Tag im Gegenwind Whitehorse entgegen. Landschaftlich nicht sonderlich spektakulär wars wieder ein Tag zum beissen. Um den starken Mittagswinden etwas aus dem Wege zu gehen koche ich nun über Mittag (und nicht mehr am Abend) und fahre dafür am Abend länger. Über Mittag "brach" ich in eines der Anwesen ein, das mir der Baustellen-Leiter am Vortag empfohlen hatte. Belohnt wurde ich mit einem wirklich tollen Lunch-Platz. Am Ende gings heute doch noch ziemlich gut auf und ich machte eine gute Distanz, so dass die nächsten zwei Tage eher etwas ruhiger werden.
Übersichtskarte
Datum der Etappe: 25.06.2014







