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68. Top of the World IV

Zurück auf die Autobahn

750 hm
Anstieg
1270 hm
Abfahrt
5:15 h
Unterwegs
3:55 h
Reine Fahrzeit
20.6 km/h
Ø Geschw.
81 km
Distanz


Heute Morgen weckte mich die Sonne, die derart ans Zelt schien, dass ich mich (nach einer kalten Nacht sehr warm gekleidet) wortwörtlich nach draussen retten musste, um nicht gerade zu verschmachten.
Etwas später war ich wieder auf der Strasse und diese war nicht wirklich besser als am Vortag: Ein ständiges Auf und Ab verhinderte, dass ich je in einen Rhytmus hätte kommen können. Immerhin der Wind kam mehr seitwärts als frontal und ich durfte den ersten vollen Fahrtag seit Whitehorse feiern, an dem ich nicht verregnet wurde!!!

Noch über 40km (!) lang konnte ich den mächtigen Mt. Fairplay hinter mir sehen, bis die Strasse schliesslich in ein grosses Tal hinunter stach und etwas unvermittelt stand ich auf dem Alaska-Highway. Die Top Of The World-Schlaufe war beendet, nach 900km war ich zurück auf dem einfachen, flachen, langweiligen aber schnellen Alaska-Highway. Nur noch etwas mehr als 300km und dann bin ich Fairbanks. Das löste nun doch etwas unerwartete Glücksgefühle aus!
Die Top Of The World - Schlaufe hatte mir viel abverlangt und auch wenn ich weiss, dass der Dalton noch einmal eine andere Kategorie sein wird, so darf ich sagen, dass die Hauptprobe geglückt ist.
Im übrigen bewahrheitete sich für mich, dass man in Alaska schnell und einfach Freunde findet, allerdings vorerst nur Deutsche und Schweizer: Auf der ersten Raststätte traf ich ein deutsches Paar in einem riesigen Weltumrundungs-Wüsten-Explorer-Monster-Fahrzeug. Es stellte sich heraus, dass sie wohl zur selben Zeit auf den Dalton gehen werden und boten mir an, Proviant für mich zu transportieren und deponieren. Ich lehnte dankend ab - ich möchte den Dalton ohne Unterstützungs-Fahrzeug schaffen...
Später in Tok (hach auch dem Alaska hwy kommt man wieder schnell voran!) traf ich einige Schweizer und vor allem einen jungen Deutschen, mit dem ich kurzerhand auf eine Wanderung ging. Die Aussicht war toll und wie hatten eine kurzweilige Zeit zusammen. Da es, als wir zurück kamen, schon ziemlich spät war, campierte ich an dem Ort, wo auch er sein Zelt aufgestellt hatte.

Übersichtskarte

Datum der Etappe: 10.07.2014