84. Prudhoe Bay
Im Öl-Mekka
Nachdem ich heute bei der lokalen Postoffice auf der "Wall of Fame" verewigt wurde, verbrachte ich die Zeit mit Postkarten-schreiben und etwas in der Stadt rumfahren. In der Prudhoe Bay - Gegend arbeiten 6000 Menschen. Meist nach dem Prinzip 14 Tage in Serie und dann 14 Tage frei.
Eigentliche Einwohner gibt es keine - niemand mag den Ort, hier ist man nur um (viel) Geld zu verdienen.
Bis zum offenen Ozean darf man als Tourist nicht auf eigene Faust fahren. Überall gibt es Sicherheits-Checkpoints, die man nicht passieren kann. Der einzige Weg ist, eine Tour zu buchen. Dabei gibt es einen Anbieter (Monopol yippie) und der bietet Touren für stolze 59$ an. 3h lang wird man dafür durch die Ölfelder chauffiert, informiert und kommt am Ende zum Ozean.
Heute Nachmittag wars dann auch für mich so weit und ich durfte mich ins Shuttle setzten. Der Guide war ein übergewichtiger Halb-Indianer, der zwar einige interessante (auswendig gelernte) Fakten erzählte, aber kaum in der Lage war, Fragen zu beantworten.
Angehalten wird nirgends, immer wieder heisst es, man habe Angst vor Terror-Anschlägen. Schlussendlich kamen wir zum Ozean. Am Horizont konnte man noch Eis auf dem Wasser sehen, die Bucht war aber eisfrei und so entschloss ich mich kurzerhand zu einem Bad. Passend dazu fieselten leichte Schneeflocken vom Himmel! Mir egal, nun habe ich schon in 4 von 5 Ozeanen dieser Welt gebadet, der Antarktische dürfte aber ein schwieriger Brocken werden...
2h nach Abfahrt waren wir zurück am Ausgangspunkt. Bravo. Das war keine 20$ wert. Aber hier gelten eben andere Massstäbe.
Am Abend stellte ich mich noch 1.5h an die Strasse, um vielleicht bereits eine Mitfahrgelegenheit zu bekommen. Ich blieb erfolglos und da dies derart langweilig war, entschied ich mich, ab morgen wieder zurück zu radeln und gleichzeitig Autostopp zu machen.
Datum der Etappe: 26.07.2014









