33. Quadra - Woss
Wind und Hügel: Ein Deja-vu
Heute war ein Tag, der wieder einmal zeigte, dass eine solche Tour auch zu einem rechten Teil schlicht harte Arbeit ist. Bereits gestern Abend hatte ich entschieden früh loszufahren, nachdem ich die Windprognosen mit 40-60km/h Gegenwind gesehen hatte.
Mit der Fähre gings zurück nach Vancouver Island und dann ab Richtung Port Hardy. Die 250km wollte ich bis Freitag-Abend hinter mich bringen, um die Fähre am Samstag problemlos zu erwischen. Dies bedeutete, dass heute mindestens die ersten 120km dran waren. Der Frühstart half wenig, bereits um 8Uhr blies mir ein zügiges Lüftchen um die Ohren und die Strasse machte es mir mit vielen Anstiegen auch nicht gerade einfach.
Das Rezept in diesen Situationen heisst: Geduld - immer stetig gegen den Wind arbeiten aber nie ankämpfen und unnötige Energie verschwenden. Es erfordert schon etwas Beherrschung um nicht zu verzweifeln, wenns selbst auf Abfahrten nicht vorwärts geht. Glücklicherweise hatte ich da bereits einige Lektionen ganz zum Beginn dieser Tour gelernt.
Immer wieder gings rauf und runter und als ich die 100km-Marke knackte, lag meine Durchschnittsgeschwindigkeit bei nur 17km/h! Die abschliessende Abfahrt ohne nennenswerte Winde hatte dann immerhin noch eine kosmetische Wirkung für diese Statistik.
Die Nacht verbringe ich heute "endlich" wieder mal in meinem Zelt (wild camping) und da ich mich nun in offiziellem Bärengebiet befinde, muss ich nun auch zum ersten Mal die Bären-Sicherheitsregeln befolgen. Immerhin gibts hier nur Schwarzbären, was allfällige Anfängerfehler verzeihen lässt...
Übersichtskarte
Datum der Etappe: 06.06.2014







